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Nachdem meine erste Zuchthündin “Katinka vom kühlen Norden” durch eine Magendrehung verendete und eine nachgezogene “Darro Fegelhof”-Tochter trotz mehrerer Versuche nicht tragend wurde, haben wir bislang ausschließlich mit meiner Hündin “Bille aus der Eichendorffsiedlung” gezüchtet.
Nach der zweiten Siegerprüfungsteilnahme mit dieser Hündin im Jahre 2003 behielten meine Frau und ich drei Hunde aus der Verbindung “Bille” und “Karn vom Fegelhof”. Blutlich abgesichert zeigen sich zwei Hündinnen und ein Rüde, was die von mir gewünschten trieblichen Grundlagen angeht, weit über dem Durchschnitt liegend. Dazu kommen tiefe Farben und ein Wesen, was einem aktiven Hundesportler einfach nur Spaß machen muss.
Sollte die gesundheitliche Überprüfung und die weitere Entwicklung dieser jungen Hunde positiv verlaufen, werden wir mit beiden Hündinnen weiter züchten. Da “Bille” ihre Vererbungskraft in diesen Punkten schon bewiesen hat, kann mein Ziel der gesunden Gebrauchshundezucht ohne Einschränkung weiter verfolgt werden
.
Wie oben schon erwähnt, war es unser Ziel alle drei Hunde in die Prüfungsstufen zu führen. So kam es dann, dass “Harriet” aufgrund ihrer Lernfähigkeit als erster Hund die SchH 1 abgelegt hat.

Bille
aus der Eichendorffsiedlung

Bille aus der Eichendorffsiedlung

“Bille aus der Eichendorffsiedlung
WT: 24.9.1997; KKl.2; Zuchtwert 78
Bille ist eine dunkelgraue, mittelgroße, enorm triebbeständige Arbeitshündin. Die Hündin besticht trotz ihrer sehr hohen Geschwindigkeiten durch gutes, energisches Griffverhalten und natürliche Aggression.

Zu dieser Zeit zeigte sich der Wurfbruder “Hans” in einigen Bereichen noch etwas “uneinsichtiger”.
Nach Abschluss, dieser für Hund und Hundeführer nicht ganz einfachen Entwicklungsstufe konnte der Rüde dann durchgängig bis zur LGA 2008 gearbeitet werden.
Hier zeigte sich der vierjährige Rüde dann führig und konsequent.
Nach “Hans” soll nun in diesem Jahr auch seine Schwester “Harriet” auf Landesgruppenebene von mir geführt werden.
Auch wenn  meine Ehefrau einen großen Anteil  an “Harrietes” Ausbildung hat, habe ich mir mit der gleichzeitigen Ausbildung von drei Hunden, zum Teil als Schutzdiensthelfer und zum anderen als Hundeführer, eine große Aufgabe zugemutet.
Allerdings hat mich schon immer der Vergleich von Wurfgeschwistern in Ausbildung und Zucht interessiert.
So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass meine “Hexe” erst später zu Prüfungsehren kam.
Mit dieser Hündin möchte ich den gleichen Weg, wie mit ihrer Wurfschwester gehen. D.h. jetzt einen Wurf und danach ein Start auf Landesgruppenebene.
Wie sich im Laufe dieser Jahre durch die Ausbildung dieser drei Hunde herausstellte, war es aus meiner Sicht richtig, den Wurf mit genau dieser blutlichen Verbindung zu züchten.
Mit der einzigen Inzucht (4-3) auf Cika Borstenbachtal   eröffnen diese Hunde dem züchterisch orientierten Hundefreund vielfältige Möglichkeiten.
Aus dem C-Wurf “vom Borstenbachtal” waren drei Geschwister auf der Bundessiegerprüfung:
Corro (1989); Cito (1991, 1992); Cika (1991)
Genetisch gefestigt entsprechen sowohl die Vater- als  auch die Mutterlinie meiner Vorstellung von Gebrauchshunden.
Auf dieser grundsoliden Basis  sollte es durch eine geschickte Auswahl von Zuchtpartnern   möglich sein, einen universellen  Hund ohne  den Verlust von Gebrauchshundeeigenschaften zu züchten.
Mit diesen Tieren wird es dann etwas leichter sein, die im heutigen Hundesport angestrebte Perfektion zu erreichen.
Hierzu  sei mir gestattet  den Leistungsrichter Robert Markschläger (Richter der FCI Weltmeisterschaft 2008  in  Abt. C), zu zitieren, der sich  in der Fachzeitschrift “Der Gebrauchshund 4/2008” in einem Interview zu der vorgenannten Veranstaltung u.a. wie folgt
äußerte:
...“aufgefallen sind mir viele schnelle und energische Hunde. Teilweise gab es jedoch Einschränkungen in Belastungsphasen. Ich habe versucht, auch das aktive und drangvolle Bewachen zu bewerten. Das ließ teilweise zu wünschen übrig.
Viele Hunde sind technisch perfekt ausgebildet, aber es gehört auch das Herz des Hundes dazu.”
Ich verstehe den Inhalt dieser Aussage derart, dass bei allem sportlichen Bestreben der eigentliche Wert eines Gebrauchshundes erhalten bleiben muss.
Aus diesem Grund sollte nach meinem Denken  ein Hund u.a. in der Lage sein, seine eigene Existenz zu verteidigen und zu behaupten.
Ich persönlich halte es für bedenklich, wenn ausschließlich nach dem Grundsatz “höher, schneller, weiter” auf einem unnatürlich hohen Beutetriebniveau gezüchtet wird, da ich hierin die Gefahr für einen “trieblichen Kollaps” sehe.
Ob meine Gedanken zu meiner eigenen Zucht richtig sind, werde ich beurteilen können, wenn auch “Hexe” einen Wurf zur Welt gebracht hat.